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Ralf Gawliſta: Lehrbuch analytiſcher klaſſiſcher Mechanik, 2. Auflage, ISBN13: 978-3-931333-20-1, 574 Seiten DIN A5, Euro 24,90.
Ralf Gawliſta: Übungsaufgaben zu analytiſcher klaſſiſcher Mechanik, 2. Auflage, ISBN13: 978-3-931333-21-8, 186 Seiten DIN A5, Euro 12,90.
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Idee & Konzeptgehe zum naechsten

Bei den auf die­ſer Sei­te (ſie­he Menü-Lei­ſte links) vor­ge­ſtell­ten E-Books han­delt es ſich über­wie­gend um Klaſ­ſi­ker der Li­te­ra­tur, de­ren Copy­right er­lo­ſchen iſt. Aber gute Li­te­ra­tur wird, ſo wie gu­te Mu­ſik, ei­gent­lich nie­mals ſo un­mo­dern, daß ſie nicht doch im­mer noch le­ſens­wert und emp­feh­lens­wert wä­re.

Da das In­ter­net eigent­lich zahl­rei­che Down­load-Mög­lich­kei­ten für lizenz­freie Li­te­ra­tur bie­tet, ſo daß man meinen möch­te, daß es einer wei­te­ren eigent­lich nicht be­dürf‌­te, möch­te ich er­läu­tern:

Ich habe die Tex­te im­mer je­weils in einer Schrift­art ge­ſetzt, die in alt‌­her­ge­brach­ter Wei­ſe zwi­ſchen dem »lan­gen S« – ſ – und dem »End-S« – s – un­ter­ſchei­det und im all­ge­mei­nen dar­über hin­aus noch zahl­rei­che Li­ga­tu­ren nutzt, um das Schrift­bild zu ge­ſtal­ten. Da die­ſes »lan­ge S« auch einen Platz im Uni­code hat, iſt es durch­aus in et­li­chen mo­der­nen Com­pu­ter-Zei­chen­ſät­zen (dar­unter auch vie­le Anti­qua-Fonts) ent‌­hal­ten. Den­noch iſt die ſ/s-Unter­ſchei­dung eher ty­piſch für Frak­tur-Schrif­ten, die ſo­mit für die E-Books be­vor­zugt zum Ein­ſatz kom­men ſol­len.

Mini-FAQ

Wel­chen Sinn hat denn über­haupt die­ſe Un­ter­ſchei­dung zwi­ſchen »lan­gem S« und »End-S«?

  • Sie macht Wort-Fu­gen leich­ter er­kenn­bar und lockert all­ge­mein das Schrift­bild auf. Im End­ef­fekt han­delt es ſich alſo letzt­lich um eine Fra­ge der Äſthe­tik und beſ­ſe­ren Les­bar­keit.

Aber die­ſe eigen­ar­ti­gen kan­ti­gen Buch­ſta­ben ſind doch gar nicht leicht les­bar!?

  • Das iſt na­tür­lich haupt­ſäch­lich eine Fra­ge der Ge­wöh­nung. Na­tür­lich ſind Frak­tur-Schrift­ar­ten in der heu­ti­gen Welt ziem­lich rar ge­wor­den, die mei­ſten dürf‌­ten ſie eigent­lich nur noch als Ge­ſtal­tungs­merk­mal, al­ſo für eher kur­ze Tex­te, ken­nen, zum Bei­ſpiel in Wirts­haus­ſchil­dern, Zeit­ſchrif­ten, CD-Covern etc., ſo daß den mei­ſten ſchlicht­weg die Übung im Le­ſen die­ſer Schrif­ten feh­len dürf‌­te. Je­doch kann ich aus mei­ner eige­nen Er­fah­rung ver­ſi­chern, daß man die­ſe Tex­te nach an­ge­meſ­ſe­ner Ein­ge­wöh­nung durch­aus »ganz nor­mal«, also ſehr flüſ­ſig, leſen kann.

Aber iſt das Kon­zept nicht ſo ty­piſch deutſch, daß es ſchon wie­der ſchmerzt?

  • Die­ſe An­ſicht hal­te ich für über­trie­ben. Man fin­det bis zum 19. Jahr­hun­dert durch­aus auch Bei­ſpie­le engliſch­ſpra­chi­ger Bü­cher (zwar in Anti­qua-Schrift (d.h. mit latei­ni­ſchen Buch­ſta­ben), aber auch) mit kon­ſe­quen­ter Unter­ſchei­dung zwi­schen »ſ« und »s«. (Ein will­kür­lich ge­wähl­tes Bei­ſpiel fin­det ſich hier.) Daß ſich die­ſes Kon­zept im Deut­ſchen ſehr viel län­ger ge­hal­ten hat, dürf‌­te wohl dar­an lie­gen, daß im Deut­ſchen zu­ſam­men­ge­ſetz­te Wör­ter auch wirk­lich zu­ſam­men­ge­ſetzt ge­ſchrie­ben wer­den, ſo daß der Leſer dank­ba­rer iſt für eine op­ti­ſche Hil­fe beim Er­ken­nen von Wort­fu­gen. Da im Eng­li­ſchen die Tei­le eines zu­ſam­men­ge­ſetz­ten Wor­tes oft­mals ein­fach loſe neben­ein­an­der ge­ſchrie­ben wer­den, ent­fällt die­ſer An­reiz.

Alſo wäre es, ganz im Ge­gen­teil, nicht ſogar beſ­ſer, eben­ſo auch im Deut­ſchen Wort‌­zu­ſam­men­ſet­zun­gen mit ſolch lo­ſer Rei­hung zu ſchrei­ben?

  • Ich bin nicht be­fugt, über of­fi­ziel­le Recht­ſchreib­re­geln zu be­fin­den, aber ich möch­te darauf hin­wei­ſen, daß das Deut­ſche deut­lich mehr Frei­hei­ten beim Satz­bau und der Rei­hen­fol­ge von Satz­glie­dern hat als das Eng­li­ſche und außer­dem ein Ar­ti­kel vor Sub­ſtan­ti­ven weni­ger zwin­gend vor­kommt, bei ſolch einer lo­ſen An­ein­an­der­rei­hung von Wör­tern er­ſcheint es mir ſehr viel ſchwie­ri­ger, den Satz­bau zu er­faſ­ſen, zu­min­deſt bei einem Satz, der in ſei­ner Kom­ple­xi­tät etwas an­ſpruchs­vol­ler iſt als die »deng­li­ſchen« 3-Wort-Sät­ze einer »Ge­ne­ra­tion Doof« ;-)

Aber ſind Fraktur-Schriften nicht Nazi-Schriften bzw. faſchiſtiſch?

  • Das glauben eigent­lich höch­ſtens nur die­je­ni­gen, die ſich nicht aus­ken­nen. Ge­bro­chene Schrif­ten haben eine jahr­hun­der­te­alte Ge­ſchich­te und wurden zwar in der Tat lange Zeit von den Na­zis als an­geb­lich deut­ſche Schrif­ten ge­prie­ſen und in­ſo­fern miß­braucht (ob­wohl in frü­he­ren Zei­ten ge­bro­che­ne Schrif­ten in vie­len Spra­chen Euro­pas ver­wandt wur­den und in­ſo­fern keines­wegs nur für deut­ſche Tex­te an­wend­bar ſind); ſie wur­den dann ſchließ­lich 1941 ſo­gar per Er­laß von der Re­gie­rung des »Drit­ten Rei­ches« als ſo­ge­nann­te »Schwa­ba­cher Ju­den­let­tern« ge­brand­markt. Man ſoll­te ſie al­ſo eigent­lich viel­mehr als die klaſ­ſi­ſche Schrift eines Goe­the, Schil­ler, Hei­ne, Fon­ta­ne, Heſ­ſe u.ſ.w. ſehen! Ich ſelbſt lehne all­ge­mein und ſpe­ziell für die­ſes E-Book-Pro­jekt den Ver­dacht jeg­li­cher Ge­ſin­nungs­nä­he zu brau­nem Ge­dan­ken­gut vehe­ment ab! Es geht mir ledig­lich um inter­eſ­ſant (hof­fent­lich in poſi­ti­vem Sin­ne) ge­ſtal­te­te (und natür­lich auch vom In­halt her leſens­wer­te) Lite­ra­tur, nicht mehr und nicht weni­ger.
  • Weitere aus­führ­liche Dis­kuſ­ſio­nen in die­ſer Hin­ſicht (und zur Ge­ſchich­te ge­bro­che­ner Schrif­ten all­ge­mein) fin­den ſich zum Bei­ſpiel bei Wiki­pe­dia und in Auf­ſät­zen von Chri­ſtel Baum­gart und Bern­hard Schnel­le.

Koſten?

  • Es widerſtrebt mir ein wenig, ein E-Book mit lizenzfreiem Text gegen Geld zu verkaufen. Andererſeits bedeutet es ſehr wohl einen nennenswerten Zeitaufwand für mich, einen Text in ſolcher Form neu zu ſetzen. Auf die einſchlägigen Download-Quellen für lizenzfreie Texte kann ich nur bedingt zurückgreifen, denn dieſe ſtellen durchweg jeden Text nur in einer Schreibung mit einheitlicher »s«-Verwendung zur Verfügung, von Ligaturen ſowieſo ganz zu ſchweigen. Eine automatiſche Wandlung bzw. Unterſcheidung zwischen ſ und s gibt es nicht, bzw. ich kenne keine, die hinreichend verläßlich wäre, es iſt immer und in jedem Falle eine ſorgfältige händiſche (Nach-)Bearbeitung erforderlich.
  • Ich ſtelle alſo vorläufig die meiſten dieſer E-Books koſtenlos (gegen eine freiwillige Spende) zur Verfügung.
  • (Ausnahmen ſind Arthur Schnitzler: Flucht in die Finſternis für 2 Euro und die beiden nicht in Fraktur geſetzten Phyſik/Mechanik-E-Books, außerdem natürlich die als (auf Papier gedruckten und gebunden) Taſchenbücher verlegten Titel.)

Freiwillig ſpenden können Sie per Paypal:

Welcher Titel iſt als nächſtes in Planung? Und für wann?

  • Es gibt keine langfriſtige Planung, und ich muß auch um Verſtändnis bitten, daß ich als Ein-Mann-Unternehmen meine Zeit nicht vorrangig in Werke ſtecke, die dann koſtenlos abgegeben werden. Wie ſchon weiter oben geſagt: Ein ſorgfältig erſtellter Buchſatz iſt wirklich zeitaufwändig! Alſo kann ich nur empfehlen, von Zeit zu Zeit hier vorbeizuſchauen, ob es Neues gibt.

Die zur Zeit verfügbaren Titel erreichen Sie über die Links am linken Rande dieſer Seite.

Des weiteren ſei hier noch auf die deutſchſprachige Faſſung von Jules Verne: »Robur der Sieger« beim Projekt Gutenberg hingewieſen, welches (als einzige mir bekannte Ausnahme zum weiter oben Geſagten) ebenfalls im Frakturſatz (als PDF-Datei plus LaTeX-Quelltext) zur Verfügung ſteht.

Ich wünſche viel Freude beim Leſen!

Verlag
 
Idee & Konzept
Goethe: Werther
Theodor Fontane: Der Stechlin
Arthur Schnitzler: Flucht in die Finſternis
Joſef von Eichendorff: Leben eines Taugenichts
Bettina von Arnim: Leben der Hochgräfin Gritta
Heinrich Heine: Traumbilder
Franz Kafka: Das Urteil
Gawliſta: Lehrbuch analytiſcher klaſſiſcher Mechanik
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